Chinas Banken erzielen Rekordgewinne – faule Kredite gehen zurück
Peking 22.02.2012 (www.emfis.de) Seit einiger Zeit wird kolportiert, dass Chinas Bankensektor wegen fauler Kredite eine schwere Krise bevorstehen könne. Bisher haben sich diese düsteren Voraussagen aber nicht bewahrheitet. Stattdessen haben die chinesischen Geschäftsbanken im vierten Quartal wieder einmal Rekordgewinne eingefahren.
Die chinesische Bankenregulierungs-Kommission meldete zuletzt, dass die in China ansässigen Geschäftsbanken im vierten Quartal beim Gesamtgewinn erstmals die Hürde von 1 Billion Yuan überschritten hätten. Insgesamt erwirtschaftete der Sektor einen Gewinn in Höhe von 1,04 Billionen Yuan nach 817,3 Milliarden Yuan im Vorquartal.
Dadurch kletterten die Gewinne auch für das Gesamtjahr auf ein neues Rekordniveau von 2,65 Billionen Yuan oder umgerechnet rund 421 Milliarden US-Dollar nach 899 Milliarden Yuan im Jahr 2010.
Die faulen Kredite gehen leicht zurück
Die Bankenregulierungs-Kommission meldete weiter, dass sich der Anteil der faulen Kredite im Bankensektor im vierten Quartal leicht um 0,1 auf 1,0 Prozent verringert habe. Die Eigenkapitalquote der Geschäftsbanken habe im Durchschnitt bei 12,7 Prozent gelegen.
Der Sektor habe im vierten Quartal vor allem von hohen Provisionseinnahmen und der robusten Kreditnachfrage profitiert. Daneben sei das klassische Kreditgeschäft auch profitabler geworden. Das durchschnittliche Gefälle zwischen Einlagen- und Kreditzinsen habe sich von 2,5 auf 2,7 Prozent ausgeweitet.